RICHARD HAWLEY

 

RICHARD HAWLEY
Truelove's Gutter
RICHARD HAWLEY
Lady's Bridge
RICHARD HAWLEY
Cole's Corner

 

 

 

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Einen Microchip im Arsch für den Musikdownload ...

Der frühere Gitarrist von Pulp hat vor einigen Jahren eine beeindruckende Solokarriere begonnen. Sein Sound speist sich aus erdigem Rock'n'Roll, Doo Wop und dem Crooner-Schmelz der größten amerikanischen Entertainer. Doch im Herzen ist Richard Hawley zutiefst in seiner britischen Heimatstadt Sheffield verwurzelt. Jedes seiner bisherigen Alben ist ihr gewidmet und trägt den Namen eines besonderen Orts in Sheffield, so auch "Truelove's gutter", sein Meisterwerk, DEM Album des Jahres 2009. Im CD-Kritik O-Ton gewährt Richard Hawley überraschende Einblicke in seine Kindheit, seinen Alltag - und seine Zukunftsvisionen!

1

Kommen Sie aus einem Elternhaus mit Klavier?


Nein. Mein Großvater und mein Onkel hatten Klaviere bei sich zu Hause, auf denen ich manchmal herumfummelte. Später habe ich sehr bedauert, dass ich meinem Großvater nicht zugehört hatte, als er versuchte, mir Klavier und Geige beizubringen. Ich war einfach zu besessen von der Gitarre.

2

Welche Erinnerung haben Sie an den Musikunterricht in der Schule?


Nicht sehr viele gute. Unser Schulleiter in der Grundschule versuchte uns Gitarre beizubringen, aber alles, was er erzählte, war verkehrt! Ich hatte zu der Zeit schon Unterricht durch meinen Vater und meinen Onkel bekommen, die beide brillante Gitarristen waren, also erklärte ich dem Schulleiter, wie man richtig spielt - und wurde rausgeworfen ....

3

Was singen Sie unter der Dusche?

Ich denke, ich werde häufig aus meinen Tagträumen geweckt - von meiner Frau, die an die Tür hämmert und ruft, dass ich mich beeilen soll. Häufig schreibe ich im Kopf Lieder unter der Dusche!

4

Welches war die erste Platte/CD, die Sie gekauft haben?


Ich kann mich nicht exakt erinnert, aber ich kaufte eine 78'-Vinyl von Gene Vincent & The Bluecaps "Race with the devil" mit meinem Vater, oder es war etwas von The Del Vikings. Kann sein, dass ich zu sehr auf alte Doo Wop-Platten stand (tu ich heute noch). Ich mochte auch einige Pop-Sachen der damaligen Zeit, aber das meiste davon fühlte sich für mich falsch und lahm an und klang längst nicht so gut wie der originale Rock'n'Roll.

5

Und welches ist die peinlichste Platte, die Sie je gekauft haben?

Da muss ich euch enttäuschen: Ich liebe jede Musik, die ich mir jemals gekauft habe - ist natürlich möglich, dass IHR manches peinlich findet ...

6

Sie sind mit Freunden in einer Karaoke-Bar gelandet. Welches Lied singen Sie?

"Jilted John" von Jilted John - Ein Klassiker aus Sheffield

7

Welche Musik legen Sie an einem romantischen Abend zu zweit auf?


Alles von Santo and Johnny. Musik ohne Worte, also zwingt sie dazu, dass man sich miteinander unterhält anstatt den Texten zuzuhören. Ich bin nicht sehr gut in 'multitasking' und muss schon gleichzeitig meiner Partnerin zuhören, essen und trinken ... und wenn ein Lied läuft, kann ich nicht anders als dem Text zuzuhören, der mir dann durch den Kopf schwirrt, während meine Frau sich darüber beschwert, dass ich sie ignoriere - was nun überhaupt nicht romantisch wäre ...

8

Welcher Song bringt Sie auf jeden Fall auf die Tanzfläche?

"I wanna be your dog" von Iggy Pop und The Stooges

9

Waren Sie je in der Oper?


"No"

10

An welchem Ort würden Sie selbst gern einmal auftreten?

Im "Minack Theatre" in Cornwall. Es ist ein wunderschönes Freilichttheater direkt mit dem Rücken zum Ozean und wurde von einer Frau ganz allein gebaut, die Rowena Cade hieß. Es ist einer der aufregendsten Orte der Erde.

11

Welchen Musiker würden Sie gern einmal treffen?

Fats Domino

12

Auf welche Art wird man in 20 Jahren Ihre Musik kaufen bzw. hören?


Man wird wahrscheinlich einen Microchip im Arsch haben. Um Musik runterzuladen muss man sich dann bloß noch auf den PC setzen und sich den Finger ins Ohr stecken, um den Download zu starten, und los gehts ... presto! Das ist jedenfalls meine Theorie.

Weitere O-Töne (in der Reihenfolge der Veröffentlichung):


CD-Kritik.de "O-Ton" verwendet Teile des Fragebogens der Rubrik "Finale" des dänischen Musikmagazins GAFFA (www.gaffa.dk).
Wir danken der Redaktion von gaffa für die freundliche Genehmigung der Adaption.
Mange tak for tilladelse!

 

 

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