Hallström produzierte fast alle Clips zwischen 1974 und 1982, außerdem
führte er auch bei "ABBA - Der Film" Regie. Inzwischen
ist er einer der bekanntesten Hollywood-Regisseure überhaupt ("Gilbert
Grape", "Mein Leben als Hund", "Gottes Werk und
Teufels Beitrag", "Chocolat", "Schiffsmeldungen"
u.a.)
Dass
es überhaupt dazu kam, bereits Anfang der 70er Jahre kleine Promotionfilme
zu den Songs einer Popgruppe zu drehen (MTV ging erst in den 80ern an
den Start), ist offenbar einem Spezifikum von ABBA geschuldet: Die Bandmitglieder
reisten nicht gerne. Während ihrer mehr als achtjährigen Karriere
veröffentlichten sie zwar im Durchschnitt jährlich ein Studioalbum,
daneben diverse Compilations mit Hits, die sie wie am Fließband
produzierten, doch ausgedehntere Tourneen unternahmen sie nur zweimal,
vor allem aus Rücksicht auf die Kinder von Björn und Agnetha.
Aus der "Not" wurde schnell ein nicht
zu unterschätzender strategischer Vorteil: Die Möglichkeit
der Video-Clips bot der Band die willkommene Gelegenheit, mit dem jeweils
neuesten Song zu jeder Zeit an jedem x-beliebigen Ort der Welt präsent
sein zu können und in Fernsehsendungen aufzutreten, in denen sie
normalerweise nie zu sehen gewesen wären.