Das Internet steht erst am Beginn seiner Möglichkeiten. Und es bietet noch genügend Nischen und manchen größeren Raum, der mit Leben gefüllt werden kann. Eine solche Nische wollten wir besetzen, als wir im Frühjahr 2000 die Domain "CD-KRITIK.DE" registrieren ließen. Kein origineller Name, aber ein einprägsamer. Von dort aus wollten wir wachsen und vor allem Musik vorstellen, die wir in den großen Magazinen, egal ob Print oder Online, selbst zu oft vergeblich gesucht hatten.

Dabei hatten wir nie die Absicht, uns auf einen bestimmten Stil festzulegen. Der zentrale Gedanke war, dass auch außerhalb Großbritanniens und der USA interessante Musik in allen nur denkbaren Genres produziert wird, von der wir in aller Regel viel zu wenig wissen - und deshalb umso mehr verpassen. Solchermaßen definierte Musik wird im Plattenladen gern in die Rubrik "Weltmusik" einsortiert. Exotische Klänge aus noch exotischeren Ländern, die unser Fernweh beflügeln. Weltmusik als Sammelbegriff für alles, was nicht den heimischen oder den angloamerikanischen Gesetzesmäßigkeiten folgt.

Unser Begriff von "Weltmusik" ist ein anderer. Für uns ist alles Weltmusik, was sich aus unterschiedlichen Kulturen speist, Verbindungen schafft und Brücken baut, Gemeinsamkeiten sucht und hieraus neue Formen des Ausdrucks schöpft: Musik, die sich bewegt. Wenn eine portugiesische Gruppe wie Madredeus skandinavische Electronica-Pioniere und britische Triphop-Arrangeure einlädt, ihre Fado- und Folklore-orientierten Balladen zu remixen, dann ist das ebenso Weltmusik wie der Hiphop des schwarzenn Franzosen MC Solaar, die für ganz Westeuropa gültige politische Kritik eines englischen Songwriters wie Billy Bragg oder die Elvis-Adaptionen einer iranischstämmigen Jazzsängerin aus Berlin. Die ganze Bandbreite engagierter Musik war von Beginn an unser Thema: eine nie versiegende Quelle. Die Anfänge haben wir geschafft: CD-KRITIK.DE wird fünf Jahre alt.

GALERIE
CD-KRITIK.DE Logo

CD-Kritik Logo 2000

 

 

CD-Kritik.de 1.0: Apfelsinenfarbene Optik

 

 

Screenshot: Die erste Gast-Kritik

Der erste Gastbeitrag:
Thomas Höhl über Francis Cabrel

 



TOP KLICKS
Die am häufigsten aufgerufenen Rezensionen
der letzten Jahre
2004
1

LHASA
The living road

2

KINGS OF CONVENIENCE
Riot on an empty street

3
SOPHIA
People are like seasons
4
AGNETHA FÄLTKSKOG
My colouring book
5
DIVERSE
Barcelona zona bastarda
2003
1
WADER, WECKER, MEY
Das Konzert
2
MALIA
Yellow daffodils
3
BETH GIBBONS
Out of season
4
FLEETWOOD MAC
Say you will
5
JORANE
Jorane
2002
1
AHA
Lifelines
2

GIANNA NANNINI
Momo

3
JOVANOTTI
Il quinto mondo
4
MASEN
Ich gucke nur
5
LAURENT VOULZY
Avril

Vorbereitungen

Wir starteten die Vorbereitungen im Frühjahr 2000. Das Webdesign-Unternehmen, das uns als Referenzprojekt unter seine Fittiche nahm, präsentierte schon bald einen ersten Entwurf: CD-KRITIK.DE würde sich bunt präsentieren, im schrillen Orange, mit großen Buttons und kleinen FLASH-Elementen.

35 Texte als Startkapital

Unser Archiv bestand zum Beginn aus einem kleinen Stamm von 35 Rezensionen. Mittlerweile sind es über 750 Besprechungen, außerdem mehr als 100 Porträts und die später hinzugekommenen Texte in der Rubrik "Thema".

Trotz dieses enormen Zuwachses bleiben wir ein "kleines" Magazin: Wir hatten nie den Anspruch der Vollständigkeit. Pro Woche präsentieren wir ein "Album der Woche" und maximal zwei oder drei weitere CD-Tipps. Das verschafft uns die komfortable Lage, wirklich nur CDs vorstellen zu müssen, die uns tatsächlich interessant genug erscheinen.

Gastbeiträge erwünscht

Einen ebenfalls großen Anteil am Erscheinungsbild haben auch unsere "Gast-Kritiker". Wir wollten die Interaktivität des Mediums nutzen und andere Musikfans auffordern, ihre Lieblings-CDs bei uns vorzustellen. Ob das klappen würde, wussten wir natürlich nicht, doch bereits kurz nach dem Start erhielten wir einen Beitrag von Thomas Höhl, der ein Album von Francis Cabrel vorstellte. Seitdem haben wir den Rhyhthmus, spätestens alle drei Wochen eine neue Gast-Kritik vorzustellen, nicht aufgeben müssen, und besonders erfreut sind wir darüber, dass uns die meisten Gast-Schreiber immer wieder mit neuen Beiträgen versorgen. Wir hoffen auch künftig auf viele Rezensionen und bedanken uns ganz herzlich für die rege Beteiligung.

CD-KRITIK.DE 2.0

Seit nunmehr drei Jahren präsentiert sich CD-KRITIK.DE in der gewohnten Optik. Die Menüführung orientiert sich an einem CD-Abspielgerät. Die Zahl unserer Rezensionen ist weiter gestiegen, auch die thematische Vielfalt wurde größer. Hans Happel kümmert sich verantwortlich um den Jazz-Bereich. Gastautoren wie Stephan Stöckel versorgen uns regelmäßig mit Beiträgen über aktuelle Rockbands.

Viele Plattenfirmen, Agenturen und Nachwuchskünstler senden uns ihre aktuellen Neuerscheinungen. Dadurch werden wir in die Lage versetzt, interessante Veröffentlichungen immer relativ zeitnah vorstellen zu können. Für das in uns gesetzte Vertrauen und die vielfach tolle Zusammenarbeit bedanken wir uns deshalb an dieser Stelle ganz besonders herzlich.

Danken möchten wir auch allen Besuchern unserer Seite, vor allem solchen, die sich mit E-mails oder sonstwie bei uns gemeldet haben. Das Internet hat große Vorteile, aber es ist auch ein sehr anonymes Medium, bei dem es nur selten zu persönlichen Kontakten kommt. Umso glücklicher sind wir über die vielen Reaktionen zu unseren Seiten, die wir immer wieder erhalten.

Das CD-KRITIK.DE Webteam, September 2005


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