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POETA DI CORTE
Angelo Branduardi am Hofe der Gonzaga |
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Lange Zeit hat er sich, mal kokett, mal ernsthaft, gegen dieses Image gewehrt, das eine oder andere Popalbum produziert, mit lateinamerikanischen Rhythmen experimentiert oder Texte von Che Guevara und García Lorca vertont. Die Rückbesinnung begann 1996 mit dem ersten Album der Serie "Futuro Antico", dessen dritter Teil gerade in Italien vorgestellt wurde. "Futuro Antico" präsentiert jeweils andere Epochen der europäischen Musikgeschichte. Auf dem ersten Teil sind überwiegend Minnesang und andere Sangspruchdichtungen aus dem Mittelalter zu hören, während "Futuro Antico II" Lieder und Orchesterwerke aus der Zeit der Patriarchen von Aquileia thematisiert. Die Patriarchen waren im ausgehenden Mittelalter und im einsetzenden Rinascimento sowohl weltliche als auch kirchliche Herrscher in der heutigen Provinz Friaul. |
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"'Futuro Antico' ist ein paradoxes Begriffspaar", sagt Branduardi. Es symbolisiere seine Absicht, die Türen zu einer vernachlässigten und etwas in Vergessenheit geratenen Musik aufzustoßen und den direkten Zusammenhang zwischen der "alten" Musik und der Gegenwart zu verdeutlichen. |
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Das
beherrschende Thema der Lieder am Hofe der Gonzaga war die Liebe in ihren
unterschiedlichsten Facetten. "Futuro Antico" bündelt sie
nach Kategorien wie "Liebe und Tod", "Liebe und Freude",
"Liebe und Wiederkehr". Text:
Michael Frost "Futuro
Antico" erschien bei EMI Classics in Italien
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