Die zweite Veröffentlichung der "Songs from a Bygone Age"
führt noch weiter in die Vergangenheit zurück, genauer in
das Jahr 1964. In diesem Jahr entstand die Aufnahme der Bukarester Sängerin
Romica Puceanu. Es waren, wie Grit Friedrich in ihrem Begleittext zu
der CD-Reihe schreibt, die "goldenen Jahre" der 'Lautari'-Generation,
wie die Musiker genannt wurden, und von ihnen zehren auch Romica Puceanus
damalige Begleiter, die Brüder Aurel (Geige) und Victor (Akkordeon,
Gesang) Gore bis heute.
Anders
als Ion Petre Stoican, der sich abseits einer Schallplattenveröffentlichung
weiterhin als Hochzeitsmusiker verdingte, verkauften die Gore-Brüder
bis heute einige tausend Schallplatten. Die Musik war in der Familie
fest verankert, denn der Vater der Gore-Brüder hatte - auch dies
ein durchaus repräsentativer Werdegang - seinen Lebensunterhalt
als Musiker in Restaurants verdient.
Die
Karriere von Romica Puceanu begann bereits in den 30er Jahren. Sie war
die Lieblingsinterpretin der Gore-Brüder, eine "lebendige,
lustige Frau, die das Studio nie ohne ihren Teebecher betrat - gefüllt
mit Cognac" (Friedrich). Sie starb 1996, zwei Jahre nach jetzt
auf CD vorliegenden Aufnahme, auf dem Rückweg von einem Auftritt
bei einer Hochzeitsfeier bei einem Verkehrsunfall.